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1.4301 (X5CrNi18-10) Werkstoffdatenblatt

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1.4301 (X5CrNi18-10) Werkstoffdatenblatt

Internationale Bezeichnung
AISI304, SIS2333, DUS304, Z4CN1910FF, SS2333, 0H18N9
Anwendungsbereiche

Der Edelstahl 1.4301 ist der Standardwerkstoff der austenitischen Chrom-Nickel-Stähle. Eine gute Korrosionsbeständigkeit in natürlichen Umweltmedien ist gegeben. Diese Werkstoffgüte ist nicht geeignet zum Einsatz in Chlor- und Salzkonzentrationen.

Gegen interkristalline Korrosion ist dieser Edelstahl im geschweißten Zustand nicht beständig. Sind Schweißarbeiten unumgänglich, empfiehlt es sich, auf den Werkstoff 1.4307 auszuweichen.

Die chemische Zusammensetzung und Eigenschaften sind mit den Werkstoffen 1.4307 und 1.4541 vergleichbar.

Wenn hohe Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit, Verarbeitungseigenschaften und des Aussehens gestellt werden, ist diese Werkstoffgüte zu empfehlen.

Hauptanwendungen des Werkstoff 1.4301:

Der Werkstoff 1.4301 wird in der Bauindustrie, der Automobilindustrie, für Architekturelemente, in der Lebensmittelindustrie, in der chemischen Industrie und im Behälterbau eingesetzt. Für dekorative Zwecke und Kücheneinrichtungen sowie für elektronische Ausrüstung ist diese Werkstoffgüte ebenfalls gut geeignet. In der Erdöl- und petrochemischen Industrie kommt dieser Werkstoff oft zum Einsatz.

1.4301 ist unter der Klassifikation AISI 304 eingeordnet.
 

1.4301 Werkstoffdatenblatt

 

Eigenschaften
Schmiedbarkeitgut
Schweißeignungausgezeichnet
Mechanische Eigenschaftenmittel
Korrosionsbeständigkeitgut
Zerspanbarkeit

mittel


Schmieden:  Beim Schmiedevorgang erfolgt eine langsame Erwärmung auf ca. 1150°C – 1180°C, um in einem Temperaturbereich von 1180°C - 950°C zu schmieden. Anschließend findet eine Luft- oder Wasserabkühlung statt. Die Korrosionsbeständigkeit wird durch Zunder oder Anlauffarben reduziert. Die Beseitigung erfolgt durch chloridfreie chemische oder mechanische Verfahren.


Schweißen: 1.4301 ist sehr gut schweißbar. Die Zwischenlagentemperatur sollte 200°C nicht überschreiten. Nach dem Schweißen sollte ein Lösungsglühen erfolgen, wenn der Kohlenstoffgehalt im oberen Bereich liegt.

Durch die Wärmeeinbringung beim Schweißen kann die Korrosionsbeständigkeit beeinflusst werden.


Korrosionsbeständigkeit: Der Werkstoff 1.4301 ist anfällig für interkristalline Korrosion, was mit der Bildung von Chromkarbiden auf den Korngrenzen zusammen hängt. In natürlichen Umweltmedien ist eine gute Korrosionsbeständigkeit gegeben. Jedoch sollte diese Werkstoffgüte nicht in Salz- und Chlorkonzentrationen, wie z.B. im Meerwasser oder in Schwimmbädern, verwendet werden.


Spanende Bearbeitung: Wie alle Austenite verfestigt sich die Werkstoffgüte 1.4301 bei der Zerspanung. Hierfür muss eine große Spantiefe gewählt werden.


Kaltumformung: Der Werkstoff 1.4301 ist für die Kaltmassivumformung geeignet.


Wärmebehandlung:

 Temperatur in °CAbkühlung
Warmumformung1200 - 900°CLuft
   
Wärmebehandlung  
Lösungsglühen (+AT)1000 - 1100°Crasche Abkühlung mit Luft oder Wasser

Wenn keine nachträgliche Wärmebehandlung vorgesehen ist, kann auf den kohlenstoffarmen Werkstoff 1.4307 zurückgegriffen werden.
 

Verarbeitung:

Polierbarkeitist möglich
Kaltumformungist möglich
Spangebende Verarbeitungist möglich
Kaltstauchenist möglich
Freiform- und Gesenkschmieden

ist möglich


Physikalische Eigenschaften:

Dichte in kg/dm37,9
Elektrischer Widerstand bei 20°C in (Ω mm2)/m 0,73
Magnetisierbarkeitsehr gering
Wärmeleitfähigkeit bei 20°C in W/(m K)15
Spezifische Wärmekapazität bei 20°C in J/(kg K)500


Die Werkstoffgüte 1.4301 hat besondere Eigenschaften, wie z.B. die Polierfähigkeit, eine verbesserte Zerspanung bei Sondergüte, Eignung für Tieftemperaturen und Verwendbarkeit bis 550°C. 

Der Werkstoff kann im abgeschreckten Zustand schwach magnetisierbar sein. Mit steigender Kaltverformung nimmt die Magnetisierbarkeit zu.
 

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Chemische Analyse
1.4301
X5CrNi18-10
CSiMnPSCrMoNiV
min.     17,5 8,0   
max.0,071,02,00,0450,0319,5     10,50,1
1.4301
X5CrNi18-10
AlCuNNbTiSonstiges
min.                                             
max.                  
Aus Lagervorrat

1.4301 Flachstahl, geschmiedet, lösungsgeglüht
1.4301 Blech, gewalzt, lösungsgeglüht

StahlblechStahlblock
Vorteile Sägezuschnitt

Das Gefüge des Materials  zeigt eine deutlich geringere unbeabsichtigte Verformung und Materialaufhärtung durch die mechanische Bearbeitung mit der Bandsäge, als zum Beispiel durch das Brennschneiden. Somit verfügt das über die Säge bearbeitete Werkstück bereits an der Kante über ein homogenes Gefüge, das sich auch in der Fortsetzung des Materials nicht ändert. Dadurch wird das sofortige Endbearbeiten des Werkstücks mit Fräsen oder Bohren ermöglicht, ohne vorher ein Weichglühen oder ähnlichen Arbeitsschritt vornehmen zu müssen.

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