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1.4541 (X6CrNiTi18-10) Werkstoffdatenblatt

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1.4541 (X6CrNiTi18-10) aus Lagervorrat auf Ihr Wunschmaß gesägt!

Internationale Bezeichnung
AISI 321, SS2337, 1H18N9T, 0H18N10T, 1H18N10T
Anwendungsbereiche

1.4541 ist mit dem Werkstoff 1.4878 vergleichbar.

1.4541 wird eingesetzt, wenn nach dem Schweißen eine Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion gewünscht wird. Der Werkstoff neigt aber aufgrund der Titanstabilisierung zu Zeilenbildungen und ist dadurch von Messerlinienkorrosion betroffen.

Der Werkstoff wird häufig durch Stähle mit geringen Kohlenstoffgehalten (unter 0,03%) z.B. 1.4307 ersetzt, da diese bei gleicher Korrosionsbeständigkeit nicht die durch Titan verursachten oben genannten Nachteile aufweisen.

Die chemische Zusammensetzung und Eigenschaften sind mit dem Werkstoff 1.4301 vergleichbar.

Gute Korrosionsbeständigkeit in natürlichen Umweltmedien (Gewässer ländlicher und industrieller Atmosphäre). Voraussetzung ist, dass Chlor- und Salzkonzentrationen sowie Konzentration von Salpeter- oder organischen Säuren niedrig sind.

1.4541 ist unter der Klassifikation AISI 321 eingeordnet.


Einsatzbereich

Automobilindustrie, Bauindustrie, chemische Industrie, Lebensmittelindustrie, Luftfahrt und Maschinenbau.
 

Eigenschaften
Schweißeignungausgezeichnet
Zerspanbarkeitmittel  4 (1 = schlecht - 10 = gut)
Polierbarkeitnein
Korrosionsklasse3 (0 = schwach - 5 = gut)

Schweißen: 1.4541 ist mit den gängigen Verfahren, mit und ohne Schweißzusatzstoff, schweißbar. 200°C sollte die Zwischenlagentemperatur beim Schweißen nicht übersteigen. Eine Wärmebehandlung ist nach dem Schweißvorgang nicht erforderlich. Durch das Schweißen verursachter Zunder und Anlauffarben können chemisch oder mechanisch entfernt werden. Um die Korrosionsbeständigkeit wiederherzustellen, muss anschließend eine Passivierung erfolgen.

Schmieden: Vor dem Schmieden muss der Werkstoff auf 1150°C bis 1180°C erwärmt werden und frei von Verunreinigungen sein. Der Schmiedevorgang erfolgt bei 1180°C und 950°C mit anschließender Wasser- oder Luftabkühlung.  

Spanende Bearbeitung: Da eine Neigung zur Kaltverfestigung besteht, sollte die spanende Bearbeitung mit Werkzeugen aus Schnellarbeitsstahl durchgeführt werden.

Kaltumformung: 1.4541 Stahl ist für die Kaltmassivumformung geeignet.

Korrosionsbeständigkeit: In natürlichen Gewässern zeigt die Werkstoffgüte 1.4541 eine gute Korrosionsbeständigkeit. Konzentrationen von Salz und Chlor müssen niedrig sein. Nach dem Schweißen ist er gegen interkristalline Korrosion beständig.


Wärmebehandlung
 
 Temperatur in °CAbkühlung
Warmumformung1200 - 900Luft, Wasser
   
Wärmebehandlung  
Lösungsglühen (+AT)1020 - 1120Wasser, Luft
(schnelle Abkühlung)


Verarbeitung:

Kaltumformung              ist möglich
Spangebende Verarbeitungist möglich
Kaltstauchenist möglich
Freiform- und Gesenkschmiedenist möglich
Polierbarkeitnein
Automatenbearbeitungnein


Besondere Eigenschaften:

  • einsetzbar bis 550°C

  • amagnetische Güte μr ≤ 1,3
     

Physikalische Eigenschaften:

Dichte in kg/dm37,9
Elektrischer Widerstand bei 20°C in (Ω mm2)/m 0,73
Wärmeleitfähigkeit bei 20°C in W/(m K)15
Spezifische Wärmekapazität bei 20°C in J/(kg K)500

 

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Chemische Analyse
1.4541
X6CrNiTi18-10
CSiMnPSCrMoNiV
min.bisbisbisbisbis17,0 9,0 
max.0,081,02,00,0450,0319,0 12,0 
1.4541
X6CrNiTi18-10
AlCuNNbTiSonstiges
min.                          5xC   
max.             0,7    
Aus Lagervorrat

Flachstahl, geschmiedet, lösungsgeglüht, abgeschreckt und ausgelagert
Rundstahl, geschmiedet, lösungsgeglüht und abgeschreckt

StahlblockRundstahl
Vorteile Sägezuschnitt

Das Gefüge des Materials  zeigt eine deutlich geringere unbeabsichtigte Verformung und Materialaufhärtung durch die mechanische Bearbeitung mit der Bandsäge, als zum Beispiel durch das Brennschneiden. Somit verfügt das über die Säge bearbeitete Werkstück bereits an der Kante über ein homogenes Gefüge, das sich auch in der Fortsetzung des Materials nicht ändert. Dadurch wird das sofortige Endbearbeiten des Werkstücks mit Fräsen oder Bohren ermöglicht, ohne vorher ein Weichglühen oder ähnlichen Arbeitsschritt vornehmen zu müssen.

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