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17-4PH Werkstoffdatenblatt

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17-4PH Werkstoffdatenblatt

Internationale Bezeichnung
AISI 630, ASTM A564-89 17-4PH, JIS SCS24 / SUS630, AFNOR Z7CNU15-05 / Z7CNU17-04
Anwendungsbereiche

Der nichtrostende Werkstoff 17-4 PH zeichnet sich durch eine hohe Streckgrenze, eine gute Korrosionsbeständigkeit und hohe Verschleißfestigkeit aus. 17-4 PH ist einer der wichtigsten, aushärtbaren Stähle. Er ist mit den Werkstoffen 1.4548 bzw. 1.4542 analytisch gleich.

Ein Einsatz im Tieftemperaturbereich ist durch Einlagerung mit Condition H1150 und H1025 möglich. Eine ausgezeichnete Kerbschlagzähigkeit ist auch bei Minustemperaturen gegeben.

Durch die guten mechanischen Eigenschaften und der Korrosionsbeständigkeit ist der Werkstoff für den Einsatz in maritimen Umgebungen geeignet, aber ist im stehenden Meerwasser anfällig gegen Spaltkorrosion.

17-4PH ist unter der Klassifikation AISI 630​​ eingeordnet.
 

Anwendung findet der Werkstoff 17-4PH im Anlagenbau, in der chemischen Industrie, der Holzindustrie, im Offshore Bereich, im Schiffsbau, im Maschinenbau, in der Erdölindustrie, in der  Papierindustrie, in der Sport- u. Freizeitindustrie und als umgeschmolzene Variante (ESU) in der Luft- u. Raumfahrt.

Wenn von martensitischen Stählen die mechanischen Eigenschaften und die Korrosionsbeständigkeit nicht ausreichen, kann auf 17-4PH zurückgegriffen werden.

Eigenschaften
Schmiedbarkeitgut
Schweißeignunggut
Mechanische Eigenschaftenausgezeichnet
Korrosionsbeständigkeitgut
Spanbarkeitschlecht bis mittel

Besondere Eigenschaften des Werkstoff 17-4 PH ist die Eignung für Tieftemperaturen und die Einsetzbarkeit bis ca. 315°C.


Schmieden:  Das Schmieden des Werkstoffes erfolgt in einem Temperaturbereich von 1180°C bis 950°C. Um die Kornfeinung sicherzustellen, findet die Abkühlung auf Raumtemperatur an der Luft statt.


Schweißen: Bevor der Werkstoff 17-4 PH geschweißt werden soll, muss eine Berücksichtigung vom Zustand des Grundwerkstoffes erfolgen. In stabiler Form liegt Kupfer in dem Werkstoff vor. Dadurch wird keine Heißrissbildung gefördert.

Zum Schweißen sind optimale Schweißbedingungen erforderlich. Durch Hinterschneidungen oder Schweißfehler kann die Bildung einer Kerbe erfolgen. Das sollte vermieden werden. Um Spannungsrissbildung vorzubeugen, muss der Werkstoff nach dem Schweißen innerhalb kürzester Zeit erneut einem Lösungsglühen mit nachfolgendem Auslagern unterzogen werden.

Wenn keine Wärmenachbehandlung erfolgt, können die mechanisch-technologischen Werte in der Schweißnaht und der Wärmeeinflusszone zum Grundwerkstoff stark abweichend sein.


Korrosionsbeständigkeit: Wenn die mechanischen Eigenschaften und die Korrosionsbeständigkeit der martensitischen Stähle nicht ausreichen, eignet sich der Werkstoff 17-4 PH zum Einsatz in maritimen Umgebungen. Er weist eine gute Kombination von sehr guten mechanischen Eigenschaften und Korrosionsbeständigkeit auf.

Im stehenden Meerwasser ist 17-4 PH anfällig gegen Spaltkorrosion. Hierfür ist ein zusätzlicher Schutz notwendig.


Spanende Bearbeitung: 17-4 PH ist im ausgehärteten und lösungsgeglühten Zustand spanbar. In Abhängigkeit von der Härte, ist die Spanbarkeit je nach Zustand unterschiedlich.


Wärmebehandlung

Zwischen 1020°C und 1050°C wird der Werkstoff 17-4 PH lösungsgeglüht. Danach erfolgt eine rasche Abkühlung an Wasser, Öl oder Luft. Dies ist vom Querschnitt des Bauteils abhängig.

Um eine vollständige Umwandlung von einem Austenit in einen Martensit zu gewährleisten, muss der Werkstoff die Möglichkeit haben, auf Raumtemperatur abzukühlen.
 

Verarbeitung:

Polierbarkeitist möglich
Kaltumformungist nicht möglich
Spangebende Verarbeitungist möglich, abhängig von der Härte
Kaltstauchenist nicht möglich
Freiform- und Gesenkschmiedenist möglich

 

Physikalische Eigenschaften:

Dichte in kg/dm37,8
Elektrischer Widerstand bei 20°C in (Ω mm2)/m 0,71
Magnetisierbarkeitvorhanden
Wärmeleitfähigkeit bei 20°C in W/(m K)16
Spezifische Wärmekapazität bei 20°C in J/(kg K)500



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Chemische Analyse
17-4PH
 
CSiMnPSCrMoNiV
min.bisbisbisbisbis15bis3  
max.0,070,71,00,040,0317,50,65  
17-4PH
 
AlCuNNbTiSonstiges
min.        3,0       5xC                            
max.    5,0    0,45       

 

Aus Lagervorrat

Flachstahl, geschmiedet, lösungsgeglüht und ausgelagert

Stahlblock
Vorteile Sägezuschnitt

Die mechanische Bearbeitung des Materials mit der Bandsäge ergibt für das vorhandene Gefüge, im Gegensatz zum Brennschneiden, eine deutlich geringere unbeabsichtigte Verformung und Materialaufhärtung.

Somit verfügt das über die Säge bearbeitete Werkstück bereits an der Kante über ein homogenes Gefüge, das sich in der Fortsetzung des Materials nicht ändert. Dieser Umstand ermöglicht das sofortige Endbearbeiten des Werkstücks mit Fräsen oder Bohren, ohne vorher nochmals ein Weichglühen oder ähnlichen Arbeitsschritt vornehmen zu müssen.

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