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1.4112 (X90CrMoV18) Werkstoffdatenblatt

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1.4112 (X90CrMoV18) Werkstoffdatenblatt

Internationale Bezeichnung
AISI440 B, SAE 440B, AFNOR X89CrMoV18-1, SUS440B, UNS S44003
Anwendungsbereiche

Der Edelstahl 1.4112 ist ein Chromstahl mit hoher Härte, Verschleißfestigkeit und guter Schneidhaltigkeit, bedingt durch den höheren Kohlenstoffgehalt. Dies geht auf Kosten der Korrosionsbeständigkeit. Der Stahl ist molybdänhaltig und vanadiumhaltig. Er gehört zu der Gruppe der magnetischen Stähle. 1.4112 wird aufgrund seiner mechanischen Eigenschaften auch als Messerstahl bezeichnet. Der nichtrostende Werkstoff eignet sich durch seine Korrosionsbeständigkeit und Verschleißfestigkeit besonders für Verschleißteile.

Die Korrosionsbeständigkeit ist höher, als vergleichsweise beim Werkstoff 1.4125, mit einem Kohlenstoffwert von ca. 0,95%. Dadurch weist dieser Werkstoff eine höhere Härtbarkeit auf.

Der Werkstoff 1.4112 wird für Messer, chirurgische Schneidwerkzeuge, Formeneinsätze und Aktivelemente in der Kunststoffverarbeitung und auch bei chemisch aggressiven Pressmassen angewendet. Weitere Verwendung findet 1.4112 bei Form- und Flachmessern in der Lebensmittelindustrie, z.B. Gefriergutschneider, Schweine- und Rinderspaltmesser, Lochscheiben und sonstiges Zubehör für Fleischwölfe und Formmesser für die Fischverarbeitung. Für Vorrichtungen im Werkzeugbau, Werkstückträger und Spannvorrichtungen im Automobilbau ist der Werkstoff 1.4112 gut geeignet.

1.4112 ist unter der Klassifikation AISI 440 eingeordnet.
 

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Eigenschaften


1.4112 Eigenschaften:

Polierbarkeitsehr gut
Schweißeignungnicht geeignet
Zerspanbarkeitmittel 4   (1 = schlecht - 10 = gut)
Schmiedbarkeitgut
Korrosionsbeständigkeitsehr gut
Korrosionsklasse2 (0 = schwach - 5 = gut)


Korrosionsbeständigkeit: Im vergüteten Zustand ist diese Werkstoffgüte aufgrund des hohen Chromgehalts gegenüber Wasser und chemischen Produkten korrosionsbeständig.
 

Physikalische Eigenschaften:

Dichte (kg/dm3)7,7
Elektr. Widerstand bei 20°C (Ω mm2 /m)0,80
Wärmeleitfähigkeit bei 20°C (W/m K)15,9
Spez. Wärmekapazität bei 20°C (J/kg K)430

 

Besondere Eigenschaften:

  • Außergewöhnlich hohe Verschleißfestigkeit

  • Hochglanzpolierbar

  • Magnetisierbar

mech. Eigenschaften bei  Raumtemperatur (geschmiedet, Flach und Rund)

Härte max. 265 HB

mech. Eigenschaften bei  Raumtemperatur (gewalzt, Blech)

Härte max. 299 HB

 

Verarbeitung:

Kaltumformungeher nicht
Kaltstauchennein
Freiform- und Gesenkschmiedenja
Spangebende Verarbeitungja

 

Wärmebehandlung

Die Wärmebehandlung bewirkt eine hohe Härte und eine gute Korrosionsbeständigkeit.

 

Schmieden: Der Schmiedevorgang kann zwischen 1100°C und 800°C durchgeführt werden. Die langsame Abkühlung erfolgt anschließend im Ofen, in Asche oder an der Luft.

Schweißen: Zum Schweißen ist dieser Werkstoff ungeeignet. Es besteht die Gefahr von Härterissen.

Weichglühen: Das Weichglühen erfolgt bei einer Temperatur von 780°C -840°C mit anschließender Abkühlung im Ofen oder an der Luft.

Spannungsarm Glühen: Bei 600°C - 650°C erfolgt das Spannungsarm Glühen. Danach erfolgt eine Ofenabkühlung.

Härten: Der Werkstoff 1.4112 kann bei 1000°C - 1050°C gehärtet werden. Die Abkühlung erfolgt an der Luft, in Öl oder im Warmbad.

Anlassen: Das Anlassen kann bei 100°C - 500°C durchgeführt werden.

Anlassschaubild Werkstoff 1.4112


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Chemische Analyse
1.4112
X90CrMoV18
CSiMnPSCrMoNiV
min.0,85bisbis  17,000,90   0,07
max.0,951,001,00  19,001,30   0,12
1.4112
X90CrMoV18
AlCuNNbTiSonstiges
min.                                                    
max.                  
Aus Lagervorrat

1.4112 Flachstahl, geschmiedet, weichgeglüht
1.4112 Flachstahl, gewalzt, weichgeglüht
1.4112 Blech, gewalzt, weichgeglüht
1.4112 Rundstahl, geschmiedet, weichgeglüht

StahlblechStahlblockRundstahl
Vorteile Sägezuschnitt

Die Bearbeitung mit der Säge ist eine mechanische Bearbeitung des Materials, die für das vorhandene Gefüge eine deutlich geringere unbeabsichtigte Verformung und Materialaufhärtung ergibt, wie zum Beispiel das Brennschneiden. Somit verfügt das über die Säge bearbeitete Werkstück bereits an der Kante über ein homogenes Gefüge, das sich in der Fortsetzung des Materials nicht ändert.
Dieser Umstand ermöglicht das sofortige Endbearbeiten des Werkstücks mit Fräsen oder Bohren, ohne vorher nochmals ein Weichglühen oder ähnlichen Arbeitsschritt vornehmen zu müssen.

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Yoseli Gättner

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