Lagervorrat

1.4903 (X10CrMoVNb9-1) vergütet Werkstoffdatenblatt

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1.4903 (X10CrMoVNb9-1) vergütet aus Lagervorrat auf Ihr Wunschmaß gesägt!

Internationale Bezeichnung
ASTM A182 / ASTM A336 / UNS K90901
Anwendungsbereiche

1.4903 ist ein warmfester, martensitischer (Vergütungsgefüge) hochlegierter Chrom-Molybdän-Stahl, der für druckführende Dampfturbinenkomponenten eingesetzt werden kann in Bereichen, bei denen herkömmliche warmfeste Stähle (10CrMo9-10) nicht mehr ausreichend sind. Durch höhere Gehalte an Chrom und Molybdän in Verbindung  mit Stickstoff (0,03-0,07%) und Vanadium (> 0,18 %) kann Nickel als Legierungselement gespart werden und dennoch ein Einsatz bei über 500°C im Dauerbetrieb erfolgen.

1.4903 ist unter der Klassifikation type F91 nach ASTM Normung​​ gelistet.

EU-Material aus Lagervorrat, auf Ihr Wunschmaß gesägt!
 

1.4903 ist in der üblichen Ausführung +QT lieferbar:

 +QT
Zugfestigkeit620 - 850 N/mm2 (Rm)
Härte nach Brinell200 - 248 HB

 

Mechanische Eigenschaften bei Raumtemperatur:

Rp0,2AZKV
N/mm2%%J
≥ 450≥ 20≥ 40≥ 68

 

Einsatzbereiche

Hauptanwendungsbereiche dieses Edelstahls sind u.a. die Energietechnik (Turbinenbau). Interessant für die Anwendung sind dabei die Zeitstandfestigkeit und die Warmdehngrenze, sowie die Änderung des Elastizitätsmodul über höherer Temperatur und all diese Werte unter Dauerbelastung.
 

Eigenschaften
Polierbarkeitja
Schweißeignunggut
Zerspanbarkeit4 (1 = schlecht - 10 = gut)
Korrosionsklasse 0 - 52 (0 = schwach - 5 = gut)


Schweißen: 1.4903 Stahl ist mit allen Verfahren (WIG-Schweißen; MAG Massiv-Draht, Lichtbogenschweißen, UP-Schweißen) schweißbar. Ausnahme bildet das Gasschmelzschweißen! Es besteht die Gefahr von Ausscheidungen intermetallischer Verbindungen. Schweißzusätze, vorwiegend artgleiche Elektroden, sollten beim Schweißen verwendet werden, da diese über erhöhte Dehnungseigenschaften bei hohen Temperaturen verfügen. Ein Spannungsarmglühen nach dem Schweißen mit 20 – 40 K (ca. 700°C) unter der Anlasstemperatur sollte durchgeführt werden.


Schmieden: Vor dem Schmieden sollte der Stahl auf 1150°C  erwärmt werden. Der Schmiedevorgang erfolgt bei 1150°C bis 900°C mit anschließender Luftabkühlung.  

Durch das Homogenisieren beim Verformungsprozess werden örtliche Schwachstellen der Legierungselemente gegenüber Gusswerkstoffen ausgeglichen und somit vermieden.


Spanende Bearbeitung: Eine spanende Bearbeitung kann im vergüteten Zustand, mit geringen Schnittgeschwindigkeiten (30-50 [m/min] und geringen Vorschub erfolgen. Durch die geringe Wärmeleitfähigkeit (bedingt durch hohe Legierungsanteile) muss auf ausreichende Kühlung  und die sich ergebenden Werkzeugstandzeiten geachtet werden.


Polierbarkeit: ist gegeben



Wärmebehandlung
 

Die Wärmebehandlung vom 1.4903 erfolgt durch ein Lösungsglühen im Bereich 1040-1100°C mit  ausreichend schneller Abkühlung im Öl- oder Polymerbad und wird auch vor dem Schweißen größerer Querschnitte empfohlen.

 

 TemperaturAbkühlung
Warmumformung1200°C - 1100°CLuft
Wärmebehandlung  
Vergütung (+QT)1040°C - 1100°CÖl (schnelle Abkühlung)
Anlassen730°C - 780°C (>1h) 


Verarbeitung
 
Kaltumformungnicht üblich
Kaltstauchennicht üblich
Freiform- und Gesenkschmiedenist möglich
Spangebende Verarbeitungmöglich
Automatenbearbeitungnein

 

Physikalische Eigenschaften:

Dichte (kg/dm3)7,75
Elektr. Widerstand bei 20°C (Ω mm2 /m)0,50
Wärmeleitfähigkeit bei 20°C (W/m K)26
Wärmeleitfähigkeit bei 500°C (W/m K)30
Spez. Wärmekapazität bei 20°C (J/kg K)430
Spez. Wärmekapazität bei 500°C (J/kg K)680
Elastizitätsmodul bei 20°C (GPa)218
Elastizitätsmodul bei 500°C (GPa)180


Besondere Eigenschaften:

  • Bevorzugt einsetzbar im Temperaturbereich zwischen 300°C und > 600°C

  • magnetisierbar


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Chemische Analyse
1.4903
X10CrMoVNb9-1
CSiMnPSCrMoNiV
min.0,080,200,30  8,00,85   0,18
max.0,120,500,600,020,019,51,050,40,25
1.4903
X10CrMoVNb9-1
AlCuNNbTiSonstiges
min.       0,03 0,06      
max. 0,03     0,070,100,010   
Aus Lagervorrat

Flach, geschmiedet, vergütet

Stahlblock
Vorteile Sägezuschnitt

Die Bearbeitung mit der Säge ist eine mechanische Bearbeitung des Materials, die für das vorhandene Gefüge eine deutlich geringere unbeabsichtigte Verformung und Materialaufhärtung ergibt, wie zum Beispiel das Brennschneiden.

Somit verfügt das über die Säge bearbeitete Werkstück bereits an der Kante über ein homogenes Gefüge, das sich in der Fortsetzung des Materials nicht ändert.

Dieser Umstand ermöglicht das sofortige Endbearbeiten des Werkstücks mit Fräsen oder Bohren, ohne vorher nochmals ein Weichglühen oder ähnlichen Arbeitsschritt vornehmen zu müssen.

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Heidi Sommer

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Hinweis: Die in diesem Datenblatt enthaltenen Angaben dienen der Beschreibung, eine Haftung ist ausgeschlossen!