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1.4539 (X1NiCrMoCu25-20-5) Werkstoff Datenblatt

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1.4539 (X1NiCrMoCu25-20-5) Werkstoff Datenblatt

Internationale Bezeichnung
AISI 904L, SS 2562, UNS N08904, AFNOR Z2NCDU25-20
Anwendungsbereiche

1.4539 Werkstoff ist ein nichtrostender, superaustenitischer Nickel-Chrom-Molybdän-Kupfer-Stahl, der weitestgehend beständig gegenüber zahlreichen  organischen und anorganischen Säuren ist. Das entsteht durch den Nickel-/Chrom Anteil in Verbindung  mit Kupfer und Molybdän. Das hochlegierte 1.4539 Material ist meerwasserbeständig, besitzt einen hohen Widerstand gegen Lochfraß und ist gut hautverträglich.

Werkstoff 1.4539 ist unter der Klassifikation AISI 904L​​ eingeordnet.

-> lösungsgeglüht und abgeschreckt

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Einsatzbereiche

Einsatzbereiche dieses Edelstahls sind u. a. die Bauindustrie, die chemische und medizinische Industrie. Weitere Anwendungsmöglichkeiten findet Stahl 1.4539 in Meer- oder Brackwasser, in der Kunstdüngerherstellung und dem Schiffsbau.

Eigenschaften
Schweißeignunggut
Zerspanbarkeitmittel  5 (1 = schlecht - 10 = gut)
Polierbarkeitja
Korrosionsklasse5 (0 = schwach - 5 = gut)

Schweißen: Edelstahl 1.4539 ist mit allen Verfahren schweißbar. Es besteht die Neigung zur Heißrissbildung. Schweißzusätze, vorwiegend Duplex-Zusätze, sollten beim Schweißen verwendet werden, da diese über erhöhte Dehnungseigenschaften bei hohen Temperaturen verfügen. Allerdings ist dadurch im Bereich der Schweißnaht mit einer Veränderung der Korrosionseigenschaften zu rechnen.

Nickellegierungen können ebenfalls als Schweißzusatzwerkstoff verwendet werden. Die Zwischenlagentemperatur von 150°C sollte dabei nicht überschritten werden. Nach dem Schweißen ist keine Wärmebehandlung erforderlich.

Schmieden: Vor dem Schmieden sollte Material 1.4539 auf 1150°C bis 1180°C erwärmt werden. Der Schmiedevorgang erfolgt bei 1180°C und 950°C, mit anschließender Wasser- oder Luftabkühlung. Eventuell entstehende Anlauffarben können durch Schleifen oder Beizen entfernt werden, da sonst die Korrosionsbeständigkeit negativ beeinflusst wird.

Spanende Bearbeitung: Eine spanende Bearbeitung sollte im lösungsgeglühten Zustand, mit geringen Schnittgeschwindigkeiten erfolgen. Durch die geringe Wärmeleitfähigkeit muss auf ausreichende Kühlung und Werkzeugen aus Schnellarbeitsstahl geachtet werden.

Kaltumformung: 1.4539 Edelstahl ist für die Kaltumformung geeignet, jedoch sind größere Kräfte aufgrund der Kaltverfestigung notwendig.

Korrosionsbeständigkeit: Dieser Edelstahl besitzt eine gute Korrosionsbeständigkeit. Die Verwendung in Medien, die Lochfraß- oder Spannungsrisskorrosion verursachen, ist möglich.


Wärmebehandlung
 
 Temperatur in °CAbkühlung
Warmumformung1200 - 900Luft
   
Wärmebehandlung  
Lösungsglühen (+AT)1050 - 1150Wasser, Luft
(schnelle Abkühlung)

Während der Wärmebehandlung muss 1.4539 frei von Verunreinigungen, wie Phosphor, Schwefel und anderen niedrig schmelzenden Metallen sein.

 

Verarbeitung:

Kaltumformung              ist möglich
Spangebende Verarbeitungist teilweise möglich
Kaltstauchennicht üblich
Freiform- und Gesenkschmiedenist möglich
Automatenbearbeitungnein


Besondere Eigenschaften:

  • einsetzbar im Temperaturbereich zwischen -60°C und 400°C

  • amagnetische Güte μr ≤ 1,3
     

Physikalische Eigenschaften:

1.4539 Dichte in kg/dm38,0
Elektrischer Widerstand bei 20°C in (Ω mm2)/m 1,0
Wärmeleitfähigkeit bei 20°C in W/(m K)12
Spezifische Wärmekapazität bei 20°C in J/(kg K)450

 

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Chemische Analyse
1.4539
X1NiCrMoCu25-20-5
CSiMnPSCrMoNiV
min.     19,04,024,0   
max.0,02    21,05,026,0   
1.4539
X1NiCrMoCu25-20-5
AlCuNNbTiSonstiges
min.   1,2            
max.   2,0            
Aus Lagervorrat

Flachstahl, geschmiedet, lösungsgeglüht und abgeschreckt, vorbearbeitet

Stahlblock
Vorteile Sägezuschnitt

Die Bearbeitung mit der Säge ist eine mechanische Bearbeitung des Materials, die für das vorhandene Gefüge eine deutlich geringere unbeabsichtigte Verformung und Materialaufhärtung ergibt, wie zum Beispiel das Brennschneiden.

Somit verfügt das über die Säge bearbeitete Werkstück bereits an der Kante über ein homogenes Gefüge, das sich in der Fortsetzung des Materials nicht ändert. Dieser Umstand ermöglicht das sofortige Endbearbeiten des Werkstücks mit Fräsen oder Bohren, ohne vorher nochmals ein Weichglühen oder ähnlichen Arbeitsschritt vornehmen zu müssen.

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Hinweis: Die in diesem Datenblatt enthaltenen Angaben dienen der Beschreibung, eine Haftung ist ausgeschlossen!


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