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XM-19 (Nitronic® 50) Werkstoffdatenblatt

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XM-19 (Nitronic® 50)

Internationale Bezeichnung
SEW 390, UNS S20910, ASTM A276, A479, AISI XM-19, Nitronic® 50
Anwendungsbereiche

Der Werkstoff XM-19 (Nitronic® 50) ist ein nichtrostender, nichtmagnetisierbarer, austenitischer Stahl. Wir sehen ihn auch als veränderte Legierung eines modifizierten 1.3964 in dessen Anwendungsfeld zu annehmbaren Kostenpotential. Von besonderem Reinheitsgrad durch das ESU-Umschmelzverfahren ausgezeichnet, sind die Langzeiteigenschaften der mechanischen Werte natürlich bestens gewährleistet (Stichworte dazu, S- und P-Gehalte niedriger). Vom gewöhnlichen 1.3964 unterscheidet er sich durch den geringeren Nickel-, Molybdängehalt hat jedoch eine bessere Beständigkeit durch Vanadiumzusatz.

 

Einsatzbereich

Hauptanwendungsbereiche dieses extragereinigten Materials  sind die maritimen Anwendungen für Bohrutensilien, Fischereiwerkzeugen und Pumpen (Nichtmagnetische Schlammpumpmotoren u.ä.).

Durch die sogar höher legierten Bestandteile an Nickel; Molybdän und Vanadium kann sein Einsatz dem Nitronic® 50 Stahlanwendungen entsprechen, auch für Armaturen- und Anlagen der Lebensmittel- und in der medizinischen Industrie. Selbst in der Industrie für die Getränkeherstellung inclusive Haushaltgeräten wird er sehr geschätzt.

Eigenschaften

Mechanische Eigenschaften bei Raumtemperatur: bis 203 mm

Rp0,2ARp1,0KV
N/mm2%N/mm2J
≥ 365≥ 35≥ 85
 Bis 203 mm Stärke
Zugfestigkeit Rm690 - 950 N/mm2 
Härte nach BrinellMax. 293 HBW


Eigenschaften:

Schweißeignunggut ohne PWHT
Zerspanbarkeit      4   (1 = schlecht - 10 = gut)
Korrosionsbeständigkeitausgezeichnet
Schmiedbarkeitmittel
Mechanische Eigenschaften gut

 

Physikalische Eigenschaften:

Dichte (kg/dm3 )7,91
Elektr. Widerstand bei 20°C (Ω mm2 /m)     0,70
Wärmeleitfähigkeit bei 20°C (W/m K)14
Spez. Wärmekapazität bei 20°C (J/kg K)460

 

Besondere Eigenschaften:

  • Einsetzbar im Temperaturbereich bis 350°C
  • nichtmagnetisierbare Güte (μr < 1,04)
  • Kein ausgeprägter Steilabfall der Kerbschlagwerte bei tieferen Temperaturen


Verarbeitung:

Kaltumformung              ist möglich
Kaltstauchenist möglich
Freiform- und Gesenkschmiedenist möglich
Spangebende Verarbeitungmit Vorsicht möglich (Hochlegiert!)
Automatenbearbeitungnein

 

Wärmebehandlung:

Vor einer Wärmebehandlung sollte der Werkstoff frei von Verunreinigungen sein.

Warmumformung             
 TemperaturAbkühlung
 1.150°C – 950°CLuft
Wärmebehandlung  
 TemperaturAbkühlung
Lösungsglühen (+AT)1080°C – 1030°CWasser, Luft
  (rasche Abkühlung)

 

Schweißen: 1.3964 Stahl ist mit allgemein üblichen Verfahren schweißbar, empfohlen die Schweißzusatzwerkstoffe .1.3954 und 1.3984. Die max. Zwischenlagentemperatur sollte unter 200°C bleiben und eine nachgeschaltete Wärmebehandlung (PWHT) ist von den Geometrien abhängig.

Schmieden: Vor dem Schmieden sollte der Stahl auf 1150°C und 950°C erwärmt werden. Der Schmiedevorgang erfolgt bei 1100°C bis 900°C mit anschließender rascher Luft- oder Wasserabkühlung. Eine Oberflächennachbehandlung mittels Beizen ist sinnvoll.

Kaltumformung: Auf Grund der hohen Kaltverfestigung sind höhere Umformkräfte erforderlich. Zu beachten die geringe Erhöhung der Permeabilität!

Korrosionsbeständigkeit: Die Korrosionsbeständigkeit ist gegenüber herkömmlichen Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl erhöht und die Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion und Spannungsrisskorrosion ist gegeben. Man kann auch hervorheben, dass dieser Stahl meerwasserbständig ist bei Temperaturen bis zu 40°C

Spanende Bearbeitung: Das Zerspanen ist durch den hohen Legierungsgehalt mit größerem Zeitaufwand etwas schwieriger (Kaltverfestigung), als mit den Massenstahlgüten. Hier sollte mit hochwertigem Schnellarbeitsstahl oder Hartmetall gearbeitet werden. Der Vorschub beim Drehen wird mit unter 0,5 mm/U angegeben bei Schnittgeschwindigkeiten von 110 bis 150 m/min.


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Chemische Analyse
XM-19
Nitronic® 50
CSiMnPSCrMoNiV
min.  4,00  20,51,511,50,10
max.0,0300,756,000,0250,01023,53,013,50,30
XM-19
Nitronic® 50
AlCuNNbTiSonstiges
min.      0,20         
max.   0,300,400,25      
Aus Lagervorrat

Flachstahl, ESU Schmelztechnik; Geschmiedet, Lösungsgeglüht/abgeschreckt

Stahlblock
Vorteile Sägezuschnitt

Die Bearbeitung mit der Säge ist eine mechanische Bearbeitung des Materials, die für das vorhandene Gefüge eine deutlich geringere unbeabsichtigte Verformung und Materialaufhärtung ergibt, wie zum Beispiel das Brennschneiden.

Somit verfügt das über die Säge bearbeitete Werkstück bereits an der Kante über ein homogenes Gefüge, das sich in der Fortsetzung des Materials nicht ändert.
Dieser Umstand ermöglicht das sofortige Endbearbeiten des Werkstücks mit Fräsen oder Bohren, ohne vorher nochmals ein Weichglühen oder ähnlichen Arbeitsschritt vornehmen zu müssen.

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Heidi Sommer

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