Höherfester Baustahl

In dieser Rubrik werden die Stahlwerkstoffe zusammengefasst, die mit einer etwas erhöhten Streckgrenze gegenüber den allgemeinen Baustählen und guter Schweißbarkeit zur allgemeinen Verwendung prädestiniert sind. Die guten Bearbeitungseigenschaften und ihre hohe Gebrauchseignung halten das Niveau ihrer Verwendung trotz der großen Anzahl an Stahlgüten immer noch sehr hoch.

Der Konstrukteur muss neben der Betrachtung der Eigenschaften, wie die Festigkeitskennwerte, Bearbeitbarkeit und Verhalten bei Temperaturschwankungen und nach dem Einbauprozessen (Schweißen), auch die wirtschaftliche Sicht der Kosten in Erwägung ziehen. So kommt immer wieder der St52-3 (1.0570-S355J2G3) mit seinem „neu“ vergebenen sperrigen Namen zum Einsatz. Durch verbesserte Eigenschaften mit reineren Stahlherstellungsprozessen und dem Volumencheck (UT-Prüfung) des Materials kann sicher massesparend konstruiert werden, um die Baukosten von den konstruierten Projekten zu senken. Die zulässigen Spannungen für den Dauer- und Zeitfestigkeitsnachweis kann man problemlos statistisch gesichert den Normenwerken entnehmen. Dabei werden auch Werte mit Berechnungstemperaturen bis 300°C angegeben.

Eine weitere Steigerung der Verwendbarkeit erzielt man mit sogenannten Feinkornbaustählen (1.8928-S690QL), die dann auch den erhöhten Sicherheitsanforderungen für Hebezeuge und Krananlagen genügen können. Zur Erzielung der Feinkörnigkeit und Alterungsbeständigkeit enthält dieses Material einen etwas höheren Al-Gehalt (> 0,015%).

Material
DIN
AISI/ ASTM

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