Was ist 1.2316 (X38CrMo16)
1.2316 ist unter der Klassifikation AISI 420 eingeordnet. Wer eine Alternative zu 1.2316 mit höherer Verschleißfestigkeit sucht, findet in 1.4122 eine leistungsfähige Lösung. Der Werkstoff kombiniert eine gute Korrosionsbeständigkeit mit hoher Härte und eignet sich daher besonders für stark beanspruchte Bauteile in der Lebensmittelindustrie, im Maschinenbau sowie in der Pumpen- und Ventiltechnik. Die chemische Zusammensetzung und Eigenschaften sind ähnlich wie bei Werkstoff 1.4122.
Internationale Bezeichnung
Eigenschaften des Werkstoffs 1.2316 (X38CrMo16)
Eigenschaften
| Schweißeignung | schlecht |
| Zerspanbarkeit | 4 (1 = schlecht - 10 = gut) |
| Polierbarkeit | gut |
| Korrosionsklasse 0 - 5 | 2-3 (0 = schwach - 5 = gut) |
Mechanische Eigenschaften
- vergütet max. 325 HB
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Wärmebehandlung 1.2316
Weichglühen
- Temperatur: 760–800°C
- Abkühlung: im Ofen
- Glühhärte: max. 230 HB
Härten
- Temperatur: 1020–1050°C
- Abschrecken: in Öl oder Warmbad bei 500–550°C
- Härte nach dem Abschrecken: 49 HRC
Anlassen
- 100°C: 49 HRC
- 200°C: 47 HRC
- 300°C: 46 HRC
- 400°C: 46 HRC
- 500°C: 47 HRC
- 600°C: 32 HRC
Chemische Zusammensetzung von 1.2316
| 1.2316 X38CrMo16 | C | Si | Mn | P | S | Cr | Mo | Ni | V |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| min. | 0,33 | 15,50 | 0,80 | ||||||
| max. | 0,45 | 17,50 | 1,30 |
Anwendungsbereiche von 1.2316
Hinweise zum Einsatz
- Für stark beanspruchte Bauteile
- Wenn eine Kombination aus guter Korrosionsbeständigkeit und hoher Härte erforderlich ist
- Für Anwendungen mit chemisch angreifenden oder säureabspaltenden Thermoplasten
- Für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie
- Bei erhöhten Anforderungen an die Verschleißfestigkeit
- Vergüteter Zustand: max. 325 HB
Anwendungsbereiche
- Kunststoffspritzformen
- Extrusionswerkzeuge
- Pressformen
- Maschinenbauteile für die Lebensmittelindustrie
- Pumpen- und Verdichterbau
- Kompressorenteile
- Pumpen- und Ventiltechnik
- Maschinenbau
Lieferform und Verfügbarkeit von 1.2316
Lieferbar
Sofort lieferbar aus Lagervorrat
Lieferform
Flachstahl, geschmiedet, vergütet

Sägezuschnitt
Durch die mechanische Bearbeitung mit der Bandsäge, zeigt das Gefüge des Materials eine deutlich geringere unbeabsichtigte Verformung und Materialaufhärtung, als zum Beispiel durch das Brennschneiden.
Somit verfügt das über die Säge bearbeitete Werkstück bereits an der Kante über ein homogenes Gefüge, das sich auch in der Fortsetzung des Materials nicht ändert. Dadurch wird das sofortige Endbearbeiten des Werkstücks mit Fräsen oder Bohren ermöglicht, ohne vorher ein Weichglühen oder ähnlichen Arbeitsschritt vornehmen zu müssen.
Hinweis: Die in diesem Datenblatt enthaltenen Angaben dienen der Beschreibung, eine Haftung ist ausgeschlossen!


