1.8550 (34CrAlNi7-10) aus Lagervorrat auf Ihr Wunschmaß gesägt!
Nitrierstahl für hochbeanspruchte Bauteile
Der Werkstoff 1.8550 (34CrAlNi7-10) ist ein hochwertiger, legierter Nitrierstahl nach DIN EN 10085, der speziell für Bauteile mit hoher Verschleißbeanspruchung entwickelt wurde und zu den leistungsfähigsten Nitrierstählen im Maschinenbau zählt. Dank seiner ausgezeichneten Nitrierbarkeit erreicht er eine extrem harte und verschleißfeste Randschicht bei gleichzeitig zähem Kern. Diese Kombination sorgt für eine hohe Oberflächenhärte, hervorragende Verschleißfestigkeit und zuverlässige Performance auch unter Dauerbelastung. Damit ist 1.8550 die ideale Wahl für anspruchsvolle sowie sicherheitsrelevante und hochbeanspruchte Bauteile im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Automobilindustrie.
Eigenschaften von 1.8550
Der Nitrierstahl 1.8550 zeichnet sich durch ein ausgewogenes Eigenschaftsprofil aus:
- Sehr hohe Verschleißfestigkeit durch Nitrierbehandlung
- Hohe Oberflächenhärte (bis ca. 950 HV / ~68 HRC möglich)
- Nach der Vergütung zäher Kern
- Gute Dauerfestigkeit und Belastbarkeit
- Gute Bearbeitbarkeit im weichgeglühten Zustand
- Geringer Verzug beim Nitrieren
- Eingeschränkte Schweißbarkeit
Durch die gezielte Legierung mit Chrom, Aluminium, Nickel und Molybdän entsteht ein Werkstoff, der sowohl mechanisch als auch thermisch hoch belastbar ist.
Anwendungsgebiete
Dank seiner Eigenschaften wird 1.8550 bevorzugt für stark beanspruchte Bauteile eingesetzt:
- Maschinenbau (hochbelastete Konstruktionsteile)
- Automobilindustrie (z. B. Getriebekomponenten, Wellen)
- Kunststoffverarbeitung (Schnecken, Zylinder)
- Antriebstechnik (Zahnräder, Ritzelwellen)
- Motorenbau (Nockenwellen, Kolbenstangen)
- Werkzeug- und Formenbau
Besonders geeignet ist der Werkstoff überall dort, wo eine harte Oberfläche und ein gleichzeitig zäher Kern erforderlich sind.
Wärmebehandlung und Nitrieren
Der Werkstoff 1.8550 ist speziell für das Nitrieren ausgelegt. Dabei wird Stickstoff in die Randschicht eingebracht, wodurch sich harte Nitride bilden.
Typische Prozessparameter:
- Vergüten: ca. 850 – 890 °C
- Anlassen: ca. 570 – 660 °C
- Nitrieren: ca. 500 – 540 °C
Das Nitrieren sorgt für:
- extreme Oberflächenhärte
- hohe Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit
- minimale Maßänderungen im Vergleich zu anderen Härteverfahren
Mechanische Kennwerte
- Zugfestigkeit: ca. 900 – 1050 N/mm²
- Härte (vergütet): ~300 HB
- Bruchdehnung: ca. 11 %
- E-Modul: ca. 190 GPa
Diese Werte machen den Werkstoff ideal für dynamisch belastete und verschleißkritische Anwendungen.
Vorteile von 1.8550 im Überblick
- Optimiert für Nitrierprozesse
- Sehr hohe Lebensdauer bei Verschleißbeanspruchung
- Kombination aus harter Oberfläche und zähem Kern
- Gute Maßstabilität bei Wärmebehandlung
- Breites Einsatzspektrum im Maschinenbau
Hinweis zur Verarbeitung
Aufgrund der Legierungszusammensetzung ist der Werkstoff nur bedingt schweißbar und wird daher primär für mechanisch bearbeitete und wärmebehandelte Bauteile eingesetzt.
| 1.8550 34CrAINi7-10 | C | Si | Mn | P | S | Cr | Mo | Ni | V |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| min. | 0,3 | 0,4 | 1,5 | 0,15 | 0,85 | ||||
| max. | 0,37 | 0,4 | 0,7 | 0,025 | 0,03 | 1,8 | 0,25 | 1,15 |
| 1.8550 34CrAINi7-10 | Al | Cu | N | Nb | Ti | Sonstiges |
|---|---|---|---|---|---|---|
| min. | 0,8 | |||||
| max. | 1,2 |
Flachstahl, geschmiedet, vergütet

Das Gefüge des Materials zeigt eine deutlich geringere unbeabsichtigte Verformung und Materialaufhärtung durch die mechanische Bearbeitung mit der Bandsäge, als zum Beispiel durch das Brennschneiden.
Somit verfügt das über die Säge bearbeitete Werkstück bereits an der Kante über ein homogenes Gefüge, das sich auch in der Fortsetzung des Materials nicht ändert. Dadurch wird das sofortige Endbearbeiten des Werkstücks mit Fräsen oder Bohren ermöglicht, ohne vorher ein Weichglühen oder ähnlichen Arbeitsschritt vornehmen zu müssen.
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Ihr Ansprechpartner Andreas Blachowiak+49 (0) 35263-665-37blachowiak@stahlportal.com
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