AISI 906L - Internationale AISI Norm

AISI 906L

AISI 906L


Unter der Standardisierung AISI 906L verstehen wir im deutschen Werkstoff-System folgende Werkstoffgüte:

1.4539 – X1NiCrMoCu25-20-5 (AISI 906L)

AISI906L ist ein nichtrostender, superaustenitischer Stahl, der durch die hohen Anteile von Nickel und Chrom in Verbindung mit Molybdän und Kupfer beständig gegen zahlreiche organische und anorganische Säuren ist.

Eine weitere Besonderheit des Werkstoffs AISI 906L ist die hohe Widerstandsfähigkeit gegen Lochfraß und Spannungsrisskorrosion. Der Einsatz in entsprechenden Medien, die diese Reaktionen verursachen, ist möglich. Seine Korrosionsbeständigkeit ist ausgezeichnet, deshalb wird AISI 906L gern im Schiffsbau und für Bauteile verwendet, die Ihren Einsatz im Meer- und Brackwasser finden.

AISI 906L kann in Meerwasser bis 70°C, in Schwefel- bzw. Phosphorsäure und in chloridhaltigen Medien eingesetzt werden. Weitere Anwendungsgebiete findet Material 1.4539 in der Bauindustrie, in Rauchgasentschwefelungsanlagen, in der chemischen Industrie, in Maschinen, die der Kunstdüngerherstellung dienen und in der Medizinischen und pharmazeutischen Industrie.

Eine Warmumformung von AISI 906L ist bei 1200°C - 900°C möglich. Die Abkühlung erfolgt an der Luft. Um die Bildung von spröden und intermetallischen Phasen zu vermeiden, muss die Verweildauer im Bereich von 600°C - 900°C minimiert werden.

Im Allgemeinen lässt sich AISI 906L gut kaltumformen. Durch die Kaltverfestigung des Werkstoffs sind aber höhere Umformkräfte erforderlich.

AISI 906L kann im Temperaturbereich zwischen -60°C bis 400°C eingesetzt werden.


Chemische Zusammensetzung AISI 906L

AISI 906L
X1NiCrMoCu25-20-5
CSiMnPSCrMoNiCu
min.     19,04,024,0 1,2
max.0,02    21,05,026,0 2,0  

 

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